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Faszination Olympia - und alles was im Vorfeld passiert

31
Jan '18
Photo by Gepa

 

Die Zeit rast an mir vorbei. Gestern war doch noch Sölden, oder? Stress? Ja, das könnte man sagen, aber es gibt ja auch diesen sogenannten Eustress, den positiven, leistungssteigernden Stress. Ich denke, diese Form des Stress beschreibt mein derzeitiges Schaffen sehr passend.

 

Die Saison ist bereits sehr weit fortgeschritten und mit den anstehenden Spielen ist es durchaus passend ein kurzes Fazit der bisherigen Saison zu ziehen.

 

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden und glücklich. Absolutes Highlight war natürlich Flachau. Eine Halbzeitführung und schlussendlich ein zweiter Platz zu Hause…schöner kann es fast nicht werden. Klar könnte es immer besser sein, aber ich für mich versuche das Glas halbvoll zu sehen und nicht halbleer. Die Gier nach mehr ist gefährlich, nicht nur im wirtschaftlichen Bereich, sondern auch im sportlichen. Selbstverständlich muss der Wille zu wachsen, schneller und besser zu werden immer da sein, aber in Maßen. Ehrgeiz ist die Basis für Erfolg, aber schluckt der Ehrgeiz jeden Platz für Zufriedenheit entsteht Gier und ein gieriger Mensch ist selten ein zufriedener.

 

Für mich sind die Spiele in Südkorea die zweiten Olympischen Winterspiele an denen ich teilnehmen darf. Im Vorfeld von solchen Spielen ist die Aufregung immer riesengroß. Wer darf mitkommen und wer darf welche Disziplin fahren. Meist sind solche Entscheidungen, vor allem im Zweifelsfall, politischer Natur, was natürlich für noch mehr Aufregung und noch mehr Gesprächsstoff sorgt. Ein Versuch sich dessen zu entziehen und sich ausschließlich auf sein eigenes Tun zu konzentrieren scheitert meist an teaminternen Sitzungen oder medialem Nachfragen.

 

Das Team steht und doch sind noch immer nicht sämtliche Spekulationen begraben. Die Frage bleibt: Wer darf nun was fahren?

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